Dezember 2021

Rescue Diver – Kapitel 3

Die Fertigkeiten eines Rescue Divers erstrecken sich auf drei Tätigkeitsbereiche:

  • Erste Hilfe
  • Notfall-Management
  • Rettung

Unser Kapitel 2 behandelte die Erste-Hilfe Fertigkeiten, in diesem Kapitel besprechen wir  nun die Fertigkeiten für ein Notfall-Management.

Eine Sache ist, in einem Notfall das zu tun, was zu tun ist. Eine andere, dafür zu sorgen, dass es dann auch getan wird. Dies verlangt nach einem Notfall- Management. Alleine ist das Notfall,Management einfach, aber  man muss dann auch alles alleine machen.

Eine ganze Gruppe von Personen kompliziert das Management, da du die verschiedenen Aufgaben an Teams delegieren und koordinieren musst; dafür kann ein richtig gemanagtes Team einen Notfall mit einer Effizienz handhaben, die von einer Einzelperson kaum zu bewerkstelligen ist. Wie auch immer, zunächst musst du bereit sein, einen Notfall zu managen, und im Falle eines Notfalls, musst du diese Bereitschaft in ein angemessenes Management umsetzen können.

 

Bereitschaft

Bei jedern Notfall wirkt sich deine Vorbereitung auf deine Fähigkeit aus, mit der Situation umzugehen.
Vorbereitung stellt Optionen zur Verfügung. Optionen können darüber entscheiden, ob ein Notfall als unbedeutender Vorfall oder als regelrechter Unfall ausgeht.

Unter Bereitschaft versteht man, sich selbst, Ausrüstung und Informationen für eine Notfallsituation vorzubereiten.

Die Bereitschaft des Retters

Wie bereitest du dich selbst auf NotfäIle vor? Ausdauer und Kraft sind für Rettungsszenarien wichtig. Deine physischen Grcnzen hängen grundsätzlicb von deinen körperlichen Charaktestika ab, sind jedoch durch gesunde Ernährung, regelmässiges sportliches Training und das Befolgen von Empfehlungen für eine gute Gesundheit
positiv beeinflussbar.

Durch Ausbildung und Training im Rescue Diver und im Erste Hilfe Kurs erschaffst du dir die theoretischen und die praktischen Kenntnisse.
Üben und Wiederholen ist notwenig.

 

Bleibe up’to date durch die Teilnahme an Rescue Diver  und HLW Workshops, die du in unserer Membercard inklusive hast,
wenn du den Kurs im Tauchcenter Wuppertal – Meeresauge belegt hattest.

 

Neben deiner physischen Vorbereitung durch regelmässiges Training, denke auch an deine mentale Vorbereitung auf NotfülIe.

Die Bereitschaft der Ausrüstung

Der Erfolg von Rettungsbemühungen hängt oft von der zur Verfügung stehenden Ausrüstung ab:

  • dein Erste Hilfe Set
  • der Notfallsauerstoffausrüstung die zur Verfügung stehen sollte
  • sonstige Utensilien die helfen können, von einer Pfeife bis zum Fernglas, Leinen, Bojen, Rettungsringe usw.

Zur Vorbereitung der Ausrüstung gehört nicht nur, dass man die entsprechende Ausrütung hat, sondern auch dass man weiss, wie sie benutzt wird. Ebenso, dass sie einsatzbereit ist.

Spezielle Umstände verlangen nach spezieller Ausrüstung; so sind zum Beispiel Decken und heisse Getränke nach einem Eistauchgang eine große Hilfe gegen eine leichte Hypothermie.

Deine Bereitschaft hängt auch von der Art und Weise der Vorbereitung deiner Tauchausrüstung am Tauchplatz ab. Maske, Schnorchel und Flossen sollen nicht verstreut herumliegen, sondern so, dass du sie sofort zur Hand hast, falls du schnell ins Was gehen musst

lnformationsbereitschaft

In einem Notfall sparst du viel Zeit, wenn du schon weisst, wer anzurufen und wo hinzuggehen ist. Es kostet dich nur wenige Minuten, vorab Notfall-Kontaktinformationen für den betreffenden Tauchplatz zu notieren. Bewahre diese in deinem Erste Hilfe Set oder den zugänglichen Unterlagen auf. Begibst du dich an einen neuen Platz, ergänzt du einfach deine Unterlagen. Die Daten lassen sich auch auf eine wasserfeste Schreibtafel übertragen.

  • Informationsbereitschaft ist die Grundlage für deinen Notfallplan. Er beinhaltet:
  • Kontakinformationen für den örtlichen Rettungsdienst
  • die Telefonnummer des nächstgelegenen Arztes
  • Kontaktinformationen für eine Druckkammerbehandlung
  • Taucher-Notfall Hotlinenummern
  • Funk-Notruffrequenzen an Bord von Booten und Schiffen

Als Rescue Diver solltest du dich informiercn, welche Unterstützung du von der örtlichen Marine oder Küstenwache bei einem Tauchunfäll erwarten kannst.

Wenn du an einem Tauchplatz ankommst, nimm dir Zeit, um dir einen Überblick zu verschaffen. Versuche herauszufinden, welche Ursachen am ehesten einen Unfal auslösen könnten, so dass du sie vermeiden oder entsprechende Vobereitungen treffen kannst.

Tauchst du vom Ufer aus, so überlege, an welcher Stelle du jemandem aus dem Wasser helfen würdest, falls es erforderlich werden würde. Welches ist der schnellste Weg zum Auto? Wird die Umgebung dein Funkgerät oder dein Mobiltelefon behindern?

 

Es kostet dich nur wenige Minuten, diese Informationen zu sammeln!

 

Informationsbereitschaft bedeutet auch zu wissan, welchen Ausbildungsstand, welche Erfahmng und welche Fertigkeiten deine Mittaucher haben, für den Fall, dass du deren Hilfe benötigst.
Indem man mit seinen Tauchkameraden spicht, erfährt man, wie sie sich im Hinblick auf diesen Tauchgang fühlen, mit welchen Notfallverfahren sie vertraut sind, usw..

Falls sich zum Beispiel ein Arzt / eine Arztin unter den Tauchem befindet, ist es gut, dies rechtzeitig zu w’issen Wenn mehrere Taucher der Gruppe erst kürzlich ihr Open Water Diver Brevet erlangt haben, ist dies ebenfalls ein Punkt, den man vor dem Tauchgang wissen sollte.

Sei diskret beim Sammeln solcher Informationen, da du dich als Rescue Diver in keiner richtigen Frihlungsposition befindest. Auf einem Tauchboot oder in einem Resort ist für diesen Job der professionelle Divemaster oder Instructor zuständig. Wenn du bei anderen Personen Anstoss erregst, dann wirkt sich dies wie gut auch deine Intentionen sein mögen, in keiner Weise positiv auf die Optionen aus, auf die du in einem Notfall zurückgreifen kannst.

Du kannst viel in Erfahrung bringen durch direkte Befragung, aber auch durch Zuschauen, wie sich die Taucher auf den Tauchgang vorbereiten. Zum Beispiel kann jemand, der beim Montieren seiner Aüsdstung grundlegende Fehler macht und diese korrigieren muss, unerfahren sein, oder seine Tauchfertigkeiten sind ,,eingerostet“. Vieleicht verspürt er aber auch Stress wegen des Tauchgangs und zögert diesen deshalb hinaus.

Ein Taucher, der seine Ausrüstung flott und richtig montiert und relaxed ins Wasser steigt, hat wahrscheinlich eine gewisse Tauchpraxis.

Wenn irgendetwas, was du siehst, ein Sicherheitsproblem darstellen könnte, dann gib es in diskreter Form an den verantwoftlichen Divemaster oder Instructor weiter; steht ein solcher nicht zur Verfügung, dann sprich diplomatisch und mit Gefühl mit dem Taucher über deine Bedenken.

Erscheint dir dies nicht angemessen oder du betrachtest es als ineffektiv, so weisst du zumindest, dass du ein Auge auf den Taucher haben musst, und du wirst dich für den Fall, dass du ihn helfen musst, entsprechend vorbereiten.

Kurz zusammengefasst: Du wirst so viele Informationen wie möglich über die Taucher und den Tauchplatz haben wollen, aber in der Realität kannst du natülich nicht alles wissen. Habe deinen Notfallplan parat und sammle Informationen, um dich so gut wie möglich auf den Tauchgang vorzubereiten.

 

Mangagen eines Notfalls

Tritt ein Notfall ein, haben deine Kenntnisse und Fertigkeiten Einfluss darauf, wie sich Situationen entwickeln. Deine Rolle kann je nach Art des Notfalles und abhängig davon, ob andere Hilfspersonen anwesend sind stark variieren.

Ist eine höher qualifiziete Person anwesend, wirst du wahrscheinlich dieser Person beim Notfall-Management assistieren. Da du gut ausgebildet bist und dich auskennst, kannst du sicher Aufgaben von dieser Person übernehmen und diese sich um andere Dinge kümmern. Gebe hierbei dein Bestes.

In anderen Fällen bist du vielleicht die am besten qualifizierte Person unter allen Anwesenden, so dass dir die Rolle des Managers am Unfallort zufällt. Nun musst du Anweisungen an andere erteilen. Hierbei hilft dir ein ruhiges und sicheres Auftreten und Vorgehen, was sich auf die ganze Situation vertauenesbildend auswirkt. Sage doch z.B.: „Diese Person (der Verunfallte) benötigt Sauerstoff. Hole doch bitte schnell den Notfallkoffer mit dem Notfallsauerstoff aus dem Auto“. Eine solche begründete Aufforderung unterstreicht Kompetenz und zeigt, dass du einen kühlen Kopf behalten hast.

Für den Fall, dass du einen Notfall managen musst, solltest du nach einem Plan vorgehen:

 

Beurteile die Situation

Im Zusammenhang mit der Selbstrettung hast du gelernt, zu stoppen, zu atmen, nachzudenken und dann zu handeln. Auf ganz ähnliche Weise verlangt auch das Notfallmanagement von dir zu stoppen, die Situation zu beurteilen und zu überlegen, welche Maßnahmen angeraten sind. Hierbei musst du natürlcih einbeziehen, welche Ressourcen, also Helfer, Hilfsmittel und Informationen dir zur Verfügung stehen und auch welche Probleme während der Rettung entstehen könnten.

Während du die ein Bild machst, entwickle einen Plan, den du dann umsetzen willst. Bedenke, dass es bei einer Rettung niemals den absolut richtigen und einzigen Weg gibt. Du musst flexibel die Bedingungen am Unfallort, den spezifischen Charakter des Unfalls und die dir zur Verfügung stehenden Mittel in deine Überlegungen einbeziehen. Daher kannst du niemals während einer Rettungsaktion aufhören, die Situation erneut zu beurteilen und ggf. deinen Plan zu ändern.

Handle gemäss deinem Notfallplan.

Wenn, wie zuvor erwähnt, niemand besser qualifiziert ist die Rettung zu leiten oder keiner die Initiative zum Handeln ergreift, ist es an dir, die Situation unter Kontrolle zu bringen. Setze deinen Plan in die Tat um.

Ein Manager ist gemäß Definition jemand, der dafür sorgt, dass Dinge durch andere Personen erledigt werden. Und gewöhnlich passiert dies umso schneller, je klarer und präziser du die Aufgaben zuweist. Auch unbeteiligte Personen, sowie unerfahrene Taucher können helfen, indem sie den Rettungsdienst verständigen, Notfallausrüstung herbeiholen oder etwas unter deiner Anleitung tun.

Je nach den Gegebenheiten wirst du die Rettungsaktion von einer zentralen Stelle aus koordinieren und leiten, oder du steigst selbst ins Wasser und führst die Rettung persönlich durch. Was du an wen delegierst hängt davon ab, wie viele Personen dir zu Vedügung stehen, von deren Qualifikationen und von der Art und Weise der Rettung.

Ziehe folgende verschiedenen Optionen in Erwägung:

  • Sollten genügend Rescue Diver zur Verfügung stehen, kann eine Hilfe durch zwei Retter sehr effektiv sein. Dabei darfst du jedoch niemanden in Gefahr bringen, indem du Taucher ohne entsprechende Ausbildung Dinge tun lässt, für die sie nicht qualifiziert sind. Wenn du den Zustand des Opfers noch nicht abschliessend beurteilen kannst, dann delegiere die Aufgabe, den Rettungsdienst zu benachrichtigen. Bestimme eine Person und versorge sie mit entsprechenden Inforrnationen, wo sie anrufen soll, wo sich die Notfall-Telefonnummer befindet und was am Telefon zu sagen ist.

 

  • Der örtlich zuständige Rettungsdjenst muss erfahren, dass es sich um einen Tauchunfall handelt. Zudem muss eine präzise Ortsangabe erfolgen. Ist ein Funkgerät oder Mobiltelefon am Ort, sollte dem Rettungs die Telefonummer bzw. die Frequenz mitgeteilt werden. Der Anrufer sollte alle Fragen beantworten und so lange am Apparat bleiben, bis der angerufene Rettungsdienst das Gespräch beendet. Dies stellt sicher, dass der Rettungsdienst alle benötigten Informationen hat. Falls erforderlich, und gemäss Instruktionen des Rettungsdienstes, beauftrage den Anrufer oder eine andere Personen, alle eintreffenden Rettungsfahrzeuge abzufangen und zum Unfallort zu dirigieren.
    Wenn du Verdacht auf eine Dekompressions-Erkrankung hegst, sollte nach der Verständigung des örtlich zuständigen Rettungsdienstes die Notfallnummer z.B. DAN (Divers Alert Network) oder die Hotline der Tauchcenter Wuppertal Meeresauge Membercard kontaktiert werden. Der Bereitschaftsarzt wird vieleicht nicht sofort zur Verfügung stehen oder die Angabe bezüglich Druckkammer kann nicht unmittelbar gemacht werden, so dass entsprechende Kontaktinformationen für einen Rückruf vorhanden sein sollten.

 

  • Stehen dir genügend Helfer zur Verfügung, bringe Beobachter in eine Aussichtsposition, von der aus sie Helfer und Opfer ständig im Blick behalten können. Das kann helfen, wenn die Retter vielleicht Probleme haben das Opfer zu sehen, so dass die Beobachter sie anleiten können.

 

Weitere Aufgaben können sein:

  • Notieren was passiert
  • alle Taucher erfassen – die die sich im Waserr befinden und auch die die nicht an der Rettung beteiligt sind.
  • Sicherstellen der Ausrüstung des Opfers
  • Schaulustige unter Kontrolle zu halten.

 

Rettung

Ergreife lebensrettende Sofortmaßnahmen oder leiste Erste Hilfe

Im Moment, wo der Patient aus dem Wasser ist und du die Erst- und Zweituntersuchung gemacht hast, weißt du ggf. welche Erste Hilfe und Versorgung des Patienten eingeleitet werden muss. Bei Vedacht auf eine DCI, beruhige den Patienten und sorge dafür, dass er sich hinlegt. Halte den Versorgungskreislauf aufrecht, bis medizinisches Notfallpersonal eintrifft.

Frage einen bei Bewusstsein befindlichen Patienten was passiert ist. Deine Fragen könnten etwa folgendermassen lauten:

  • Du: Mein Name ist ….. Ich bin in Erster Hilfe ausgebildet und kann dir helfen. Wie heisst du?
    Patient: antwortet z.B. Stefan…

 

  • Du: Was ist los, Stefant? Hast du irgendwo Schmerzen?
    Parient: Ich glaube ich habe einen Dekompressionsunfall.  Ab dem Untelkörper abwärts habe ich keinerlei Gefühl.

 

  • Du: Was ist passiert?
    Patient: Ich weiss es nicht genau. Mir wurde die Luft knapp und ich stieg ziemlich schneIl auf. Vielleicht war es das.

 

  • Du: Wie tief warst du, was war deine Gmndzeit?
    Patient: Etwa 18 Meter für 35 Minuten.

 

  • Du: Hast du heute schon andere Tauchgänge gemacht?
    Patient: Ja, am Vormittag. Auf etwa 30 Meter für 15 Minuten.

 

Behalte Ruhe, um dem Patienten ein sicheres Gefühl zu geben.  Ruhiges und kontroliertes Verhandeln, überträgt sich auf den Patienten und macht Mut. Denke daran, dem Patienten immer wieder zu sagen, was du gerade für ihn tust.

 

Kontrolliere den Unfallort.

Sorge durch ein ruhiges Management dafür, dass alles unter Kontrolle ist. Wenn das Notfallpersonal eintrifft, stelle sicher, dass sie alle notwendigen und angemessenen Informatioen über den Patienten erhalten. Stelle ihnen deine ausgefüllte Unterlage zur Verfügung.

Halte Namen und Kontaktinformationen von Zeugen fest (falls später schriftliche Aussagen erforderlich werden), treffe Vorbereituügen zur Benachrichtigung der Angehörigen, und erstelle einen Unfallbericht für die örtlichen Behörden. Beschänke dich in deinem Unfallbericht auf die dir bekannten Fakten und stelle keine Vermutungen über die Unfallursache oder irgendwelche Schuld an. Überlasse die Analyse des Unfalls den Experten. Übergebe die Ausrüstung des Opfers den Behörden und demontiere die Ausrüstung nicht. Lasse aber jemanden den Flaschendruck und die Funktionsfähigkeit der Ausrüstung kontrollieren und im Protokoll festhalten.

 

Evakuiere den Patienten

Bei einem schweren Tauchunfall muss der Patient zur nächstgelegenen, angemessenen medizinischen Einrichtung gebracht werden. Das kann, muss aber nicht, eine Druckkammer sein. Bist du in einem Gebiet, das von Rettungsdiensten betreut wird, kommt in der Regel dieser zum Unfallort oder dich an einem Pier erwarten, wenn du dich mit dem Boot nicht zu weit von der Küste entfernt befindest.
Der Verunfallte muss bis dahin stabilisiert werden. Hast du den Patienten übergeben, gebe alle Unterlagen die du über den Patieten selbst hast, dein Unfallprotokoll und wenn vorhanden den Tauchcomputer des Verunfallten, mit.

Befindest du dich in einem Gebiet fernab von populären Tauchplätzen, kann es sein, dass das Personal des Rettungsdienstes mit Tauchunfällen nicht vertraut ist. Mache in solchen Fällen auf jeden Fall darauf aufmerksam, dass der Patient hinzulegen und 100% Sauerstoff zu geben ist. Gebe dem Rettungspersonal dann auch Hotlinenummern wie bei unserer Membercard aufgedruckt ist, bekannt. Es kann auch durchaus sein, dass du dem Personal klar machen musst, das schmerzlindernde Mittel nicht geeignet sind, aber die Flüssigkeitszufuhr z.B. wichtig ist, um einer Dehydratation entgegenzuwirken.

Die Evakuierung mittels Helikopter von einem Boot bedarf spezieller Massnahmen, um die Sicherheit des Patienten, des Helikopters und aller an Bord befindlichen Personen zu gewährleisten.

  • Boot und Helikopter müssen miteinander kommunizieren

 

  • Nomalerweise wird es der Helikopterpilot bevorzugen, dass das Boot Fahrt gegen den Wind in einer kleinen Fahrt macht.  Der Pilot dirigiert den Bootsfüher bzgl. gewünschtem Kurs und Geschwindigkeit.

 

  • Du musst das Boot für die Aufnahme des Patienten durch den Helikopter vorbereiten. Hochreichende Objekte sind möglicht zu beseitigen, alle an Deck befindlichen Objekte sind gut zu befestieen, damit nichts über Bord geblasen, oder schlimmer, vom Helikoptermotor angesaugt werden kann.
    Die rotierenden Helikopterblätter können ohne weiteres Tauchtaschen, Getränkebehälter, Tauchanzüge, Kleidung und ähnliches durch die Luft und über Bord wirbeln. Solche und kleinere Objekte sind daher sicher zu befestigen, ggf. sind sie unter Deck zu bringen.

 

  • Bereite den Patienten vor, indem du ihm ein Auftriebsmittel anlegst. Der Hubschrauber wird dich informieren, ob an Bord Platz für das Sauerstoffgerät ist. Falls ja, gebe es mit, sofern keines an Bord ist.

 

  • Wenn du das Boot und den Patienten vorbereitet hast, informiere den Hubschrauber über Funk oder Handsignalen. Der Heli wird sich dann über dir in Position bringen, um eine Korbtrage abzulassen. Der Hubschrauber kommt zu dir, halte du das Boot auf gleichmässigem Kurs und versuche nicht in Richtung des Hubschraubers zu manövrieren, es sei denn du bekommt Anweisungen aus dem Hubschrauber.

 

  • Normalerweise hängt von der Korbtrage eine Leine herab. Grfeife nicht dnach, sondern warte bis die Leine das Boot berührt hat. Andernfalls kann es passieren, dass du einen ggf. lebensgefährlichen statischen Schock erleidest. Hängt keine Leine herab, warte bis die Korbtrage das Boot berührt hat, bevor du dach greifst.

 

  • Sobald sich die Korbtrage an Deck befindet, lege so schnell es geht den Patienten hinein. Befstige in keinem Fall die Trage am Boot oder sonst etwas vom Boot an den Heli. Achte darauf, dass sich der Hubschrauber jederzeit frei vom Boot wegbewegen kann. Liegt der Patient in der Korbtrage gebe dem Hubschrauber ein Zeichen und achte darauf dass alle an Bord sich in ausreichendem Abstand zur Korbtrage befinden, nun verwende die Leine und stabilisiere die Trage während der Helikopter steigt und sich vom Boot entfernt.

 

  • Vielleicht ist es ggf. notwendig dem Piloten mitzuteilen, dass er so flach wie möglich wegen der Druckverhältnisse (DCS Fliegen nach dem Tauchen) den Rückfluf fliegt.

 

Auch bei einer Evakuierung von Land aus, gibt es einige Dinge zu beachten:

 

  • Die Landestelle muss ca. 20 x 20 Meter groß und frei von Hindernissen, wie Bäumen, Strommasten usw. sein.

 

  • Räume ggf. herumliegende Objekte weg, damit sie nicht durch die Rotorenblätter herumgewirbelt werden können.

 

  • Sorge dafür, dass alle Personen das Landegebiet verlassen, und positioniere einen Helfer auf der zum Wind gelegenen Seite des Landungsgebietes, um den Piloten einzuweisen. Im eigentlichen Moment der Landung sollte sich dieser Heller vom Helikopter abwenden, damit ihm kein Schmutz oder Sand direkt ins Gesicht bläst.

 

  • Lasse niemanden sich dem Helikopter nähern, bevor der Pilot das Signal dazu gibt. Jeder, der sich dann dem Helikopter nähert, muss auf die Höhe achten, in der sich die Rotorblätter befinden (die sich mit verminderter Drehzahl etwas senken). Die Annäherung sollte in gebückter Haltung erfolgen und zum Piloten sollte immer Blickkontakt gehalten werden.

 

  • Sorge dafür, dass sich niemand dem Helikopter von dessen Schwanzende her nähert. Es ist nahezu unmöglich, den rolierenden Heckrotor zu sehen. Personen wurden schon tödlich verletzt, die versehentlich in den Heckrotor gerieten, Nähere dich niemals einem Helikopter von dessen Rückseite.

 

Rettungshubschrauber haben normalerweise medizinisches Personal an Bord oder arbeiten mit dem am Unfallort bereits eingetroffen Rettungspersonal zusammen, um den Patienten aufzunehmen und zu sichem. Sei darauf vorbereitet zu helfen, falls du dazu aufgefordert wirst.

Um es noch einmal zu wiederholen:

Der Pilot sollte gebeten werden, so niedrig wie möglich mit dem Patienten zu fliegen, um die Gefahr einer Verschlimmerung von druckbedingten Verletzungen zu minimieren.

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